Nr. 25 Berücksichtigung von Gender-Aspekten in Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei Arbeitslosigkeit. Analyse der BZgA-Datenbank.

Autor/innen

  • Cornelia Bormann
  • Julia Kummer

Abstract

Ausgehend von den Resultaten aus empirischen Untersuchungen zum Zusammenhang
zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit/Krankheit bei Männern und Frauen wird die
Frage thematisiert, ob es in Deutschland geschlechtsspezifische Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote
zur Bewältigung der gesundheitlichen Konsequenzen von
Arbeitslosigkeit gibt. Dafür wird die Datenbank der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) zur gesundheitlichen Chancengleichheit – www.gesundheitlichechancengleichheit.
de – analysiert. Es zeigt sich, dass viele der dort aufgelisteten Angebote,
die die Stichworte ‚Arbeitslosigkeit’ und ‚Geschlecht’ erfüllen, eher allgemeine, individuelle
Bratungsangebote darstellen. Wenn gesundheitliche Themen angesprochen werden,
handelt es sich in den meisten Fällen um Sucht, HIV/AIDS und Schwangerschaft. Generell
kann man konstatieren, dass bisher nur sehr wenige Gesundheitsförderungsangebote
implementiert worden sind, die beim Thema Arbeitslosigkeit die Gender-Perspektive umfassen
und die sowohl Arbeitslosigkeit als auch die Vermeidung der negativen gesundheitlichen
Folgen von Arbeitslosigkeit in Bezug auf Unterschiede zwischen Männern/Jungen
und Frauen/Mädchen thematisieren. Hier besteht Entwicklungsbedarf.

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Veröffentlicht

01.01.2010

Zitationsvorschlag

Bormann, C., & Kummer, J. (2010). Nr. 25 Berücksichtigung von Gender-Aspekten in Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei Arbeitslosigkeit. Analyse der BZgA-Datenbank. Berichte Aus Der Bildungs- Und Versorgungsforschung Im Gesundheitsbereich. Abgerufen von https://journals.hsbi.de/bbvg/article/view/141